Porsche Taycan: 0-200 km/h

12-08-2019  |  Autor:

Der neue Taycan hat in Tests von 'Fully Charged' gezeigt, dass der erste vollelektrische Porsche eine Leistung liefert, die untrennbar mit der Marke verbunden ist. Der elektrische Antriebsstrang des Taycan ist so ausgelegt, dass seine volle Leistung sofort genutzt werden kann, auch wenn er mehrmals hintereinander beschleunigt wird. Der Porsche Taycan hatte keine Probleme mit verschiedenen Hotlaps über eine Rennstrecke.

Ein allradgetriebenes Serienfahrzeug mit mehr als 440 kW (600 PS) und einem Journalisten am Steuer beschleunigte 26 Mal hintereinander von null auf 200 km/h. Austragungsort der Sprint Challenge war der Flughafen in Lahr im Süden des Landes Baden-Württemberg. Die Bilder des Asphaltquetschtests sind auf dem YouTube-Kanal "Fully Charged" zu sehen. Im Durchschnitt brauchte der Fahrer etwas weniger als zehn Sekunden, um die 200 km/h zu erreichen. Die Differenz zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Versuch betrug während der Tests nur 0,8 Sekunden.

Eine umfangreiche Palette an technischen Innovationen sorgt dafür, dass der Taycan (im wahrsten Sinne des Wortes) eine atemberaubende Beschleunigung, die typische Zugkraft eines Sportwagens und eine souveräne Kraft, die permanent zur Verfügung steht, aufweist:

• Die beiden leistungsstarken Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse sind sogenannte Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSM). Diese haben einen Rotor mit hochwertigen Permanentmagneten, die ein natürliches Magnetfeld gewährleisten. Dies bewirkt, dass sich der Rotor synchron mit dem rotierenden Magnetfeld des Stators bewegt. Der Pulswandler (PWR) gibt die Frequenz des Drehfeldes im Stator vor und bestimmt damit die Drehzahl des Rotors. Synchronmotoren mit Permanentmagneten können aufgrund ihres Aufbaus und ihrer Funktionalität sowie ihres hervorragenden thermischen Verhaltens immer wieder die für Porsche Sportwagen typische Leistungsstärke erbringen.

• Ein Alleinstellungsmerkmal der Taycan-Elektromotoren ist die sogenannte Haarnadelwicklung. In diesem Fall bestehen die Spulen des Stators aus Drähten, die nicht rund, sondern rechteckig sind. Die Drähte sind gebogen und erinnern an Haarnadeln - daher der Name. Die offenen Enden werden mittels eines Laserstrahls miteinander verschweißt. Die Haarnadel-Technologie ermöglicht es, die Drähte enger zu packen und so mehr Kupfer in den Stator zu bringen. Dies erhöht die Leistung und das Drehmoment, während das Volumen der Spule gleich bleibt. Ein weiterer wichtiger Vorteil für ein leistungsorientiertes Auto wie den Taycan ist, dass ein Haarnadelstator wesentlich effizienter gekühlt werden kann.

• Der Porsche Taycan ist das erste in Serie produzierte Elektroauto, das mit einer Systemspannung von 800 Volt betrieben wird, anstelle der 400 Volt, mit denen Elektroautos normalerweise betrieben werden. Dies ermöglicht unter anderem eine hohe Dauer- und Ladekapazität und reduziert das Gewicht der Hochspannungsverkabelung. Mit dem Taycan kann man nicht nur schnell fahren, sondern auch schnell aufladen.

• Das Wärmemanagement in Kombination mit dem Antriebsstrangkonzept (PSM- und 800-Volt-Technologie) gewährleistet eine hohe Reproduzierbarkeit, wenn Strom benötigt wird. Nur wenn es nötig ist, kühlt sich der Taycan sportlich ab - und das mehrmals hintereinander. Porsche hat einen guten Kompromiss zwischen Leistung und Reichweite gefunden. Intelligentes Wärmemanagement ermöglicht auch im Winter eine effiziente und bedarfsgerechte Beheizung.

Die Höchstgeschwindigkeit des Porsche Taycan liegt bei über 250 km/h. Er beschleunigt in weniger als 3,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Bruttokapazität von rund 90 kWh. Porsche stellt im September den neuen Taycan vor; Anfang nächsten Jahres wird der erste vollelektrische Sportwagen von Porsche im Autohaus sein.

Quelle / Foto / Video: Porsche / fullychargedshow

Porsche Taycan: 0-200 km/h

SCHREIBE DEINEN KOMMENTAR